Eine äußerst interessante Einladung erreichte mich am 26.09.2004 von L. Jentschel aus Dresden:
"Ich möchte
Sie hiermit einladen zum "Tag der offenen Albertstadt" in Dresden am 02.10.2004.
An diesem Tag
haben alle Institutionen entlang der Stauffenbergallee in Dresden ihre
Tore für die Öffentlichkeit geöffnet, Justizvollzugsanstalt,
MDR, Museum, Offiziersschule des Heeres, Regierungspräsidium. Zentraler
Ort ist das Museum am Olbrichtplatz mit vielen Veranstaltungen. Unter anderem
wird die Funktionsweise des Raketenstartfahrzeuges "RUBESH" von Mitgliedern
der ehemaligen Küstenbatterie live vorgeführt."
Leider war ich
verhindert. Aber Herr Jentschel stellte mir freundlicherweise folgendes
Bildmaterial zur Verfügung.
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Ein paar taktisch-technische
Angaben:
| Bestandteile: | ||
| Selbstfahrende Startrampe | 3P51 | |
| Rakete | P 21, P 22 | |
| Startrampe: | ||
| Gefechtsmasse | 40,5 t | |
| Bedienung | 6 Mann | |
| Reichweite | 8 - 80 km | |
| Kampfsatz an Raketen | 4 | |
| Basisfahrzeug mit Waffenleitanlage und Startrampe | MAZ 543M | |
| Geschwindigkeit maximal | 60 km/h | |
| Fahrbereich | 450 km | |
| Abmessungen: | ||
| Länge | 14,0 m | |
| Breite | 3,2 m | |
| Höhe Marschstellung | 4,1 m | |
| Höhe mit ausgefahrener Antenne | 7,2 m |
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Noch ein paar
Hintergrundinformationen:
Das System sollte
zum Führen von Raketenschlägen gegen Überwasserziele mit
Raketen P 21 oder P 22 durch die Küstenraketenabteilung eingesetzt
werden. Die Trefferwahrscheinlichkeit der Raketen wurde mit größer
als 80 % bewertet. Bei einer Flughöhe von 25 bis 50 m erreichten die
Raketen eine Geschwindigkeit von 1150 km/h. Ein Feststoff-Starttriebwerk
und ein Flüssigkeits-Marschtriebwerk dienten als Antrieb. Die Rakete
P 21 wurde mit aktiver Funkmess-Zielsuchlenkanlage, die Rakete P 22 mit
passiver Infrarot-Zielsuchlenkanlage gesteuert. Der Verschuß erfolgte
durch die Startrampe Rubesh oder kleine Raketenschiffe 1241.
Die NVA übernahm die ersten zwei Systeme 1980. Bis 1990 befanden sich 8 Startrampen und 112 Raketen im Bestand der Volksmarine.
Nach der Auflösung
der NVA ging ein Fahrzeug nach Großbritannien, eins steht in Dresden.
Mal sehen, wo die andern sind!
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